Wenn nicht anders vermerkt, erschienen in Hamburg im Selbstverlag der Geschichtswerkstatt Barmbek
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Der Barmbeker Lehrer Hermann Funke hat jahrzehntelang an vielen Orten gemalt und gezeichnet. Vor allem aber in Barmbek. Vierzig der schönsten Aquarelle sind in diesem Band reproduziert. Ein künstlerischer Reiz verbindet sich in ihnen mit einer dokumentarischen Qualität. Die Güte der Wiedergabe ist vorzüglich. Jedem Aquarell ist ein Foto gegenübergestellt und eine Erläuterung des Motivs beigegeben. Eine von Funkes Sohn verfasste Kurzbiografie und eine kleine Chronik der Geschichtswerkstatt ergänzen den Abbildungsteil.
Ein nicht unkritisches Buch der Freundschaft, gewidmet auch ihrem verfolgten und 1945 umgekommenen Mann Walter Ahrens. Gerdas Kindheit und Jugend waren typisch für das (Barmbeker) Milieu der Arbeiterbewegung. Obwohl krank durch die Drangsale, zog sie ihre vier Kinder zu tüchtigen Menschen auf. Über den Zusammenbruch des „real existierenden“ Sozialismus hinaus hielt Gerda als Anhängerin der „Arbeitereinheit“ an ihrem politischen Glauben fest, ohne jemals das humane Wollen zu vergessen — zeitlebens eine mutige und engagierte Helferin.
Auch dies Buch ist als Begleittext zu einem Geschichtsspaziergang geschrieben, den wir schon früh ins Programm nahmen. Wir gehen Wege nach, die die Bertinis gingen, vergegenwärtigen frühere Zustände der aufgesuchten Orte in Barmbek und kommen — daran anknüpfend — auf Zeitverhältnisse zu sprechen. So entsteht eine Art lokales Panorama der 20er bis 40er Jahre — aus dem Bertini-Blickwinkel. Gelegentlich, wo uns dieser Blickwinkel verengt erscheint, tragen wir auch von uns aus den einen oder anderen Zug ins Barmbek-Bild ein.
Das Buch zur großen Geschichtsfahrt über Barmbeker und Winterhuder Kanäle. Wie die Orte am Ufer vorüberziehen, so sind sie im Text aneinandergereiht. Strukturiert ist er durch ‚rote Fäden’ wie z. B. das Thema „Industrieansiedlung und —abwanderung“ oder das Thema „Betriebsuntergang und Arbeitsplatzvernichtung“. Dienstleistungsgewerbe, Wohnen, Kultur, Grün lösten Fabriken ab. Auch Vergnügungsstätten wie das Uhlenhorster Fährhaus und Persönlichkeiten wie August Abendroth (Begründer der Uhlenhorst als noblen Stadtviertels) werden behandelt.
Die Geschichte eines Außenseiters, erzählt anhand ausführlicher Interviews. Früh an den Rand gedrängt, in der NS-Zeit ausgegrenzt, als Bewährungssoldat in Nordafrika desertiert, in amerikanischer Gefangenschaft aufgelebt, nach der Rückkehr wieder abgeglitten, begann Heinz D. dann doch ein unauffälliges Leben — ohne je ein Konformist zu werden. Er schien seinem Schicksal gleichsam ein Schnippchen geschlagen zu haben — wie ein weiser alter Spaßmacher.
Das Büchlein basiert auf Aufzeichnungen der Familie und Interviews mit der Tochter des letzten Bauern. Von 1895 bis 1920 (als Barmbeks letzte Verstädterungsphase begann) bewirtschafteten die Dreckmanns ihren neuen Hof an der Habichtstraße. Ihr Leben dort vereinte die Vorzüge der Stadt und des Landes. Heinrich Dreckmann nutzte die Kombination für ein Vermögenswachstum, wie es keine andere Barmbeker Bauernfamilie erreichte. — 2008 wurde der letzte Überrest des Habichthofs, das säulengeschmückte Untergeschoss des Wohnhauses, abgerissen.
Wie der Titel vermuten lässt, handelt das Buch von den schweren Luftangriffen auf Hamburg im Sommer 43. Und von deren Folgen. Im Mittelpunkt steht das Geschehen in Barmbek, das am 29./30. Juli (nachts) verwüstet wurde, und stehen die Erinnerungen von Menschen, die es erlebt haben: das Bombeninferno, die Flucht aus der Stadt, den Transport in andre Landstriche, den Aufenthalt dort, das Hausen in Notunterkünften in Hamburg, in entvölkerten Vierteln wie Barmbek. Dass der Wiederaufbau 1960 weitgehend vollbracht sein würde, erwartete 43744 wohl niemand.
Primär ist das Buch eine Art Verfassungsgeschichte Barmbeks und damit am Rande auch Hamburgs; denn die Beziehung des Dorfes zur Stadt währte länger als fünf Jahrhunderte. Aber Wirtschaft, Besiedlung allgemeine Lebensverhältnisse sind gleichfalls thematisiert. Immer mit einem Blick auf Hamburg. Barmbeks Zwitterstatus dauerte bis 1830 an. Einerseits Hospitalland, Einnahmequelle der Armenfürsorge und ‚regiert’ von den Oberalten, anderseits faktisch doch Hamburger Territorium. Logischerweise endet der Überblick erst in den 1990er Jahren.
Die Darstellung lehnt sich an den Geschichtsspaziergang an. Das Krankenhaus wurde 1907 in der Pavillonbauweise geplant, die zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr dem Stand der Wissenschaft entsprach. Für die Patienten hatte die Pavillonbauweise Vorteile und Nachteile. Im parkartigen Grün konnten Rekonvaleszenten spazieren gehen. Die Karrentransporte übers Gelände unter freiem Himmel konnten recht unangenehm sein. Die Umgestaltung des Pavillonkomplexes jetzt zum „Quartier 21“ profitiert vom gartenstadtähnlichen Gesamteindruck.
Die Studie kreist um eines der wichtigsten Werke Richard Haizmanns, das auf einem Spielplatz in der Humboldtstraße stand, in der NS-Zeit als „entartete Kunst“ demontiert und sicherlich eingeschmolzen wurde. Detailliert geschildert ist der Streit um die Entwurfs-ausführung (hie Schumacher — hie Sauerland). Skizziert ist auch Haizmanns künstlerischer Werdegang, der ihn später weg von der Moderne führte. — Das Büchlein war als Argumentationshilfe für die Befürworter einer Nachschöpfung geschrieben. Sie steht seit 1995 beim Planschbecken im Stadtpark.
Unsere erste Veröffentlichung überhaupt, aber immer noch nachgefragt. Deshalb immer wieder mit Hausmitteln nachproduziert. Hier wandten wir erstmals ein mehrfach wiederholtes Konzept an: das Buch stationsweise nach Art eines Geschichtsspaziergangs aufzubauen. In diesem Fall zum Thema „Verstädterung des einstigen Dorfes Barmbek“. Ein nostalgieträchtiges Thema, worauf sich wahrscheinlich die Beliebtheit des Buches gründet. — Heute sind in Barmbek nur noch schwache Spuren aus dörflicher Zeit und aus der frühen Verstädterungsphase zu entdecken.
Dem Titel ist nicht viel hinzuzufügen. Der bekannte Fotograf schildert hier die Kindheits- und Jugendjahre in Barmbek, etwa zwischen 1915 und 35. Eine bewegte Zeit voller politischer Spannungen. Und so nimmt das Politische auch in den Erinnerungen breiten Raum ein.
Einige Akteure der Arbeitskämpfe in der Hamburger Metallbranche zwischen 1968 und 83 berichten über die Abläufe und über ihr Leben. Namen wie Addi Janssen (MAN) und Holger Mahler (HDW) werden manchen Älteren noch etwas sagen. Aufnahmen von zurückliegenden Vorgängen, von Gegenwartsaktionen und Diskussionsrunden (z. B. mit Frank Teichmüller) sind in den Film hineingeschnitten. Letztlich waren freilich fast alle Kämpfe Rückzugsgefech-te. Das Gefühl, dennoch mit erhobenem Kopf aus ihnen hervorgegangen zu sein, drückt sich im Titel aus.
Zehn Frauen und Männer sind hier mit ihrem Hobby vorgestellt. Fünf Hobbys unterscheiden sich nur durch den Gegenstand, den Gegenstand des Sammelns. Mal sind es Bilder, mal Eisenbahnutensilien, mal Schellackplatten oder Puppen. Noch interessanter sind vielleicht die kreativen Betätigungen, wie Modellschiffbau, Tiffanyarbeiten, Bumerangherstellung. Diese „Bastler“ haben alle etwas von Tüftlern an sich. Die sich zum Beispiel über alle möglichen Einzelheiten des nachzubildenden Schiffes informieren oder immer neue Bumerangformen erproben.
In der Hamburger Straße, seit den 1890er Jahren Barmbeks Geschäfts- und Einkaufsstraße, waren auch die ersten Vergnügungsstätten zu finden: „Gesellschaftshäuser“ mit Ballsälen. Nach 1900 kamen die ersten primitiven Kinos auf. Das plebejische Barmbek zog sie an. Neuen Schub brachte um 1930 der Tonfilm. Ballsäle waren nun Kinosäle geworden, und getanzt wurde in Tanzcafés. In den 60ern — nach Zerbombung und Neuaufbau — wurden Kinosäle zu Supermärkten. Die Kneipen- und Musikszene ist zwar in Barmbek nicht gerade zuhaus, aber das kulturelle Leben wird reger heute. All das veranschaulicht der Film.
Hamburgs erster Volkspark galt weit über die Region hinaus als beispielhafter Entwurf und hat seine Attraktivität bis heute bewahrt. Der Film schildert die Entstehungsgeschichte, die Auseinandersetzungen um Konzeption und gartenarchitektonische Gestaltung, macht aber auch seine aktuelle Bedeutung als Naherholungsgebiet, als Freizeit- und Kulturstätte und als Gartendenkmal anschaulich. Die wichtigsten Anziehungspunkte werden vorgestellt — wie Wasserturm/Planetarium, Stadtparksee, Festwiese, Planschbecken, Freilichtbühne, Skulpturen — ebenso aktuelle Entwicklungen und Probleme.
Von bleibendem Interesse nicht wegen der Geschichtswerkstatt-Chronik, sondern weil hier die meisten Aufsätze des Barmbeker Heimatforschers Gustav Bolland versammelt sind, die vor langer Zeit verstreut erschienen sind. Bolland befasste sich vor allem mit der dörflichen Vergangenheit (die die Geschichtswerkstatt bislang so ziemlich hat links liegen lassen).
Alle Texte der Tafeln des Geschichtspfads.
Eine bilderreiche Darstellung des vielfältigen Grüns in Barmbek.
Der Verfasser Dr. Johann Friedrich Voigt (1833-1920) hat zahlreiche Veröffentlichungen über Hamburg geschrieben. Die trotz ihres geringen Umfangs erstaunlich materialische Arbeit Voigts ist es wert, wieder an die Öffentlichkeit zu gelangen. Diese erste zusammenfassende Geschichte Barmbeks in Form einer Einzelveröffentlichung kann uns auch heute noch einen gut lesbaren Einblick in die entscheidenden Phasen der geschichtlichen Entwicklung Barmbeks vermitteln. Hier schreibt jemand, der die Zusammenhänge aus seiner praktischen Tätigkeit heraus zu sehen gelernt hat.
Tonaufzeichnung einer Veranstaltung mit Rolf Becker und Patrick Wagner. Erzählungen des „Lords“ sind Auswertungen der Polizeiakten gegenübergestellt.
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