Mitglieder unserer Geschichtswerkstatt

Mitglied Gerda Kohn, gest. 1994

Früheres Mitglied Amandus S., rechts

Weihnachtsfeier
In den frühen Jahren (1987 bis 1991/92) hatten wir mehr Mitglieder als heute. Es waren überwiegend Menschen, die vor dem Krieg aufgewachsen und vor 1933 geboren waren. Die meisten waren der Arbeiterbewegung verbunden. Unserem Verein traten sie bei, weil sie unsere Arbeit unterstützen wollten, ohne eine Art Gegenleistung zu erwarten. Wahrscheinlich standen sie unter dem - mehr oder weniger klaren - Eindruck, es sei zum Teil auch ihre Geschichte, mit der wir uns beschäftigten. Solch glücklicher Einklang hat sich bei jüngeren Generationen kaum wiederholen lassen. Heute ist der Altersdurchschnitt der Mitglieder niedriger, und das freut uns natürlich. Gleichwohl waren jene Alten in einer Weise die idealen Mitglieder.
Warum werden die Leute heute Mitglied bei uns? Hauptbeweggrund kann nach wie vor nur die Bereitschaft sein, unsere Arbeit zu unterstützen - durch bloßes Dabeisein oder ehrenamtliches Mitmachen. Wir bieten ja nicht etwas Ähnliches wie ein Volkshochschul-Programm an, so dass der Mitgliedsbeitrag ein Äquivalent der Kursgebühren sein könnte. Wir sind auch kein Geselligkeitsverein , der Skatabende, Eisbeinessen und Sonntagsausflüge veranstaltet, so dass in derartigen Veranstaltungen die Gegenleistung für den Beitrag gesehen werden könnte. (Geselligkeit gibts freilich auch bei uns. Unsere Weihnachtsfeiern beispielsweise gelten immer als ausgesprochen gelungen, manchmal sogar als kulturell wertvoll.)

